Über Shantys und über die Spezies Emsmöwen
Hier ein Auszug einer Ausarbeitung unseres 2. Vorsitzenden und Schriftführers Dieter Wollenweber, die auch als 30-seitiges Heft im DIN A5-Format für einen Betrag von € 5,00 pro Stück, einschließlich der Versandkosten, bestellt werden kann. Der Titel der Broschüre: " Shanties und Seemannslieder "

@-mail: dieterwollenweber@web.de

   
 

Was sind Shanties ?

Shanties sind melodische, mitreißende Lieder mit einem ausgeprägten Rhythmus, die z.B. von Seeleuten auf den Segelschiffen, den Eisenbahnbauarbeitern oder den Holzfällern und Zimmerleuten im amerikanischen Westen, sowie den Baumwollpflückern in den Südstaaten der USA, ursprünglich und ausschließlich in Verbindung mit ihrer Arbeit gesungen wurden.

Shanties sind Arbeitslieder - Shanties sind Volkslieder.

Shanties dienten dazu, den jeweiligen Arbeitsrhythmus zu unterstützen und dadurch die Arbeit in der Gruppe zu erleichtern. Shanties sind Wechselgesänge zwischen dem Shantyman und der Mannschaft im Rhythmus der anstehenden Arbeiten. Die einfachste Art dieses Wechselgesanges ist das Aussingen, ein Arbeitsruflied, wie es von manchen Handwerkern (Zimmerleuten) heute noch praktiziert wird. Auf dieses Aussingen wird hier noch im Kapitel Shanties früher und heute etwas näher eingegangen.

Typisch für das Shanty ist, dass der Shantyman einen Teil einer Strophe singt und die Mannschaft antwortet mit einem Refrain und führt dabei gleichzeitig die Arbeit aus.

Bei den See-Shanties sind auf diese Art und Weise durch unterschiedliche Arbeitsrhythmen auf den Segelschiffen an den Winden oder an den Fallen und Schoten auch unterschiedliche Gruppen von Shanties entstanden.

Neben den See-Shanties wurden in der gleichen zeitgeschichtlichen Phase auf den Schiffen auch in der Freizeit Lieder gesungen, meistens während der Freiwache, die als Forebitter bezeichnet werden. Viele dieser Forebitter werden oftmals als Shanties bezeichnet, obwohl sie streng genommen keine Shanties sind.

Es gab eine eiserne Regel an Bord der Schiffe, die besagte, dass man Shanties nur zur Arbeit sang und niemals in der Freizeit, weil das sonst Unglück bringen würde. Seeleute der damaligen Zeit waren sehr abergläubisch und haben sich an solche Regeln gehalten. Wenn man bedenkt, dass Shanties nur während der Arbeit auf dem Schiff und niemals an Land gesungen wurden, ist es nicht verwunderlich, dass es über Balladen, Forebitter und andere Seasongs wesentlich mehr Informationen gibt, als über Shanties. Die Titel der heute bekanntesten Versionen der Shanties stammen meistens aus der Zeit zwischen 1820 bis 1850 oder sind vielfach noch jünger.

Woher stammt der Begriff Shanty ?

In den meisten Kurzbeschreibungen in den Lexika und auch im Internet werden Shantys als Arbeitslieder der Seeleute beschrieben und die Herkunft des Namens wird sprachlich aus dem Wort chanter oder chant für singen abgeleitet.

Insbesondere Stan Hugill, aber auch Terry Kinsey haben diesen Begriff viel tiefer gehend recherchiert.

Allein Stan Hugill erwähnt in seinem Buch " Shanties of the Seven Seas " auf den Seiten 20 - 23 allein sechs verschiedene Theorien für die Ableitung des Begriffs Shanty, angefangen von den shantys (Hütten) der Holzfäller oder in den shanty-towns (Elendsvierteln), den betrunkenen ShantiesShanties (Bewohner oder Arbeiter) aus den shanty-towns der Mobile-Bay oder abgeleitet aus dem französischen Wort chanter für singen oder dem englischen Wort chant.

In seiner Ausarbeitung über das Hochseeshanty geht Hans-Jürgen Wanner auf Seite 36 auf den Begriff des Shanteying ein. Er schreibt, dass der Begriff des Shanteying erst im 19. Jahrhundert so genannt wurde. Jede dieser verschiedenen Theorien könnte stimmen aber einen überzeugenden Grund dafür gab keine dieser Theorien ab.

Halten wir es so, wie es Stan Hugill zum Schluss seiner Betrachtungen meint:

Shanty ist der Begriff für das Arbeitslied.

 

Über die Spezies Emsmöwen
 
 

Der Name Die Emsmöwen hat einen Bezug zur Heimatstadt Rheda - Wiedenbrück, in der der Shanty - Chor gegründet wurde.

Rheda-Wiedenbrück liegt an der Ems, einem in dieser Region noch sehr kleinen Fluß, der zur Nordsee hin immer größer wird.

Es gibt eine wissenschaftlich fundierte Betrachtung der Spezies Die Emsmöwen als Ausarbeitung unseres 2. Vorsitzenden und Schriftführers Dieter ("Dingo") Wollenweber, die auf Anforderung gerne zur Verfügung gestellt werden kann.

Selbstverständlich gibt es eine Recherche über die Ems in dieser Betrachtung. Interessant ist auch das Siedlungsgebiet der Emsmöwen, die übrigens die 44. Art der Möwen ist.

Die anderen 43 Arten können teilweise ganz hervorragend fliegen, aber singen können sie nicht! Es gibt zu unserer Art noch Ähnlichkeiten zu anderen Möwen der 44. Art, die ebenfalls singen können. Beispielsweise die Luttermöwen aus Gütersloh/ Isselhorst oder die Bisttalmöwen aus dem Saarland. Beiden Chören sind wir kameradschaftlich verbunden.

Das Siedlungsgebiet der Emsmöwen liegt in der Region rund um die Stadt Rheda - Wiedenbrück herum und erstreckt sich von Oelde über Stromberg, Wadersloh, Rietberg, Verl, Gütersloh, Marienfeld, Herzebrock-Clarholz und in die Ortsteile von Rheda-Wiedenbrück und bildet somit eine große Einflugzone.